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 Wirtschaft


Das Elsass – eine Industrieregion im Herzen Europas

Durch seine Lage im Herzen Europas und am Rhein hat das Elsass seine Tore für den internationalen Verkehr weit geöffnet. Zu den internationalen Flughäfen Frankfurt und Zürich gelangt man in zwei Stunden. Das Elsass verfügt über drei Häfen am Rhein, dem weltweit ersten „Wirtschaftsfluss“. Es ist an die großen europäischen Autobahnnetze hervorragend angebunden und wird in allernächster Zukunft auch europäischer Kreuzungsbereich für die Hochgeschwindigkeitszüge TGV sein (Ost-West-Verbindung ab Juni 2007 mit Eröffnung der TGV-Strecke Osteuropa und Nord-Süd-Verbindung im Jahr 2012 mit Eröffnung der TGV-Strecke Rhein-Rhône). Das Elsass nimmt im Bankwesen den zweiten Platz in Frankreich ein und ist das drittgrößte Wissenschaftszentrum. Sein Angebot an Wagniskapital ist im Steigen begriffen.

Der Dienstleistungssektor ist nunmehr der Hauptwachstumsmotor des Elsass. Nichtsdestotrotz bleibt die Region aber eine der großen Industrieregionen Frankreichs. Ein Drittel aller Erwerbstätigen ist nämlich in der Industrie beschäftigt. Als Industriezweige sind zu nennen: Automobilindustrie, Maschinenbau, Nahrungsmittel-, Textil- und Chemieindustrie, Elektronik und - neu hinzugekommen - Biotechnologien und Gesundheitswesen. Im Elsass befinden sich drei Wettbewerbspole, denen staatlicherseits ein entsprechendes Gütezeichen verliehen wurde. Ihre Aufgabe besteht darin, als Vorreiter in der Entwicklung einen Wendepunkt in der elsässischen Wirtschaft in folgenden Bereichen herbeizuführen: therapeutische Innovation, Fahrzeug der Zukunft und Naturfasern.

Kollektive Strategie für ein wettbewerbsfähigeres Elsass

Um Änderungen vorzugreifen, diese zu begleiten und die Akteure zu mobilisieren, verabschiedete die Region Elsass im Juni 2006 ein regionales Konzept zur Wirtschaftsentwicklung (französisch). Etwa fünfzehn Beratungen mit 300 Teilnehmern und ungefähr dreißig schriftliche Beiträge führten im Endergebnis dazu, die nachfolgend benannten fünf Hauptentwicklungsrichtungen für ein unternehmerisches, innovatives, offenes und solidarisches Elsass herauszuarbeiten. 

- Verbesserung der Qualität der Infrastrukturen in den Bereichen Transport und Kommunikation: Vorbereitung des TGV-Starts, Modernisierung der Rheinhäfen, Vollendung des elsässischen Autobahnnetzes,

- Innovation als Kernstück der Regionalpolitik: Gründung eines regionalen Amts für Innovation, Gestellung von Finanzmitteln für die Finanzierung von Innovationen, Schaffung eines regionalen Innovationsfonds, Stärkung der CRITT (regionale Zentren für Innovation und Technologietransfer) und der technologischen Plattformen, Entwicklung von technologischen Gründerzentren,

- solidarisches Handeln angesichts wirtschaftlicher Veränderungen: Festlegung vorrangiger Aktionsbereiche, Hilfestellung für kollektiv geführte Aktionen, Unterstützung sozialer und solidarischer Wirtschaftsführung, Aktionen zugunsten der beruflichen Aus- und Weiterbildung,

- Förderung von Unternehmensgründungen und der Schaffung von neuen Betätigungsfeldern: Förderung des Unternehmensgeistes, Anregung zur Schaffung neuer Tätigkeiten um Umweltbereich,

- Stärkung der internationalen Öffnung des Elsass: Einführung von „Alsace International“, Beihilfe zur Einstellung von Volontären aus dem Ausland in elsässische Unternehmen, Unterstützung bei der Manifestation des Wirtschaftsbereichs auf europäischer Ebene.


Wirtschaftstätigkeit greifbarer gestalten


Um ihre Wirtschaftstätigkeit greifbarer zu gestalten, wird die Region Elsass ein Fördersystem mit folgenden Leitlinien anbieten:
- umfassende Hilfe für unternehmerische Vorhaben,
- Einbringen einiger einfacher und homogener Instrumentarien (Hilfe bei Gutachtenerstellung, Einstellung und Tätigung von Investitionen),
- Einbeziehung in die regionalen strategischen Aufgaben mit Prioritätscharakter. 



Aktualisierung : 25.06.2007